Fortbildung mit MV in Nürnberg

Thema 1: Interkulturelle Kommunikation

Der LiBK-Bayern lädt am Samstag den 21.04.2016 nach Nürnberg, zur Fortbildung ein. 

mv2016Die Mitglieder trafen nach und nach ein. Bei Kaffee und einer Brotzeit begrüßte man sich und sogleich fanden Gespräche statt.

Herr Josef Erwee startet mit seinem Vortrag „Interkulturelle Kommunikation.“ Herr Erwee ist Lehrer an einer Nürnberger Mittelschule und ist Berater für Migration.

Herr Erwee begann mit der Frage: Was ist Kultur für sie?“ Unterschiedlichste Antworten kamen von den Zuhörern: Theater, Literatur, Musik, Kleidung, Sprache wurden aufgeführt. Der Referent erklärt den ursprünglichen Brauch des Handschlags. Man gibt sich die Hand um zu zeigen, dass man unbewaffnet ist. Auch die Umarmung bei arabischen Männern ist ein abtasten nach Waffen. Um ihre Frauen zu beschützen gehen arabische Männer vor ihnen. All das gehört zu ihrer Kultur und wird manchmal von anderen Kulturen falsch interpretiert.

Mit vielen Geschichten und klärenden Antworten ging dieser interessante, von Erfahrungen geprägte Vortrag von Herrn Erwee zu Ende.

Auch die Mittagspause wird für den regen Austausch unter Kollegen genutzt.

Es folgte der zweite Teil des abwechslungsreichen Fortbildungstages.

Karin Barthuber

Thema 2: Beschulung jugendlicher Asylbewerber und Migranten an Berufsschulen

Frau Verena Decker, Sozialpädagogin B.A. bei der Kolping Akademie Augsburg, betreut seit vier Jahren Berufsintegrationsklassen. Aktuell betreut Frau Decker Schüler aus 24 verschiedenen Herkunftsländern. An der Berufsschule II in Augsburg betreuen Berufsschule und Träger die Schüler. In der Berufsschule wurde ein eigens entwickelter Deutschtest entwickelt, um die Einteilung der Schüler in die Klassen besser vornehmen zu können. Bei den berufsvorbereitenden Fächern wissen die Schüler bald was sie wollen, Berufe die in ihrem Heimatland anerkannt sind. Auch über positive und negative Aspekte sprach die Sozialpädagogin, hochmotivierte, lernwillige Schüler sitzen in den Klassen. Die Schüler kennen keine Schulregeln, Erziehungsarbeit ist oftmals nötig, diese scheitern an den traumatisierten Schülern, sowie an den unterschiedlichen Kulturen.

Hier kreuzen sich beide Themen, die vormittags von Herrn Erwee und nachmittags von Frau Decker angesprochen, wieder. Wir brauchen viel Zeit und Wissen um die unterschiedlichen Kulturen unseren Asylanten einzugliedern.

Wir haben uns riesig gefreut, dass wir zwei so wunderbare Referenten für diesen Tag gewinnen konnten. Sie haben uns einen Einblick in ihr vielseitiges Wissen, und ihre interessante Arbeit gegeben. Alle die dabei waren und am Ende auch die Schüler, profitieren von diesem Tag.

Karin Barthuber

Thema 3: Mitgliederversammlung mit Ehrung und Neuwahl 

hauptmann 50f kuhfuss_50Um 16.30 Uhr begann im Intercity Hotel in Nürnberg die Mitgliederver-sammlung 2016.

Die Vorsitzende, Frau Uli Königer-Höfling begrüßte die Mitglieder. Nach der Ab-wicklung aller Vereinsregularien wurden die Mitglieder geehrt, die den Lehrerverband seit vielen Jahren begleiten.

Zwei Mitglieder, Frau Eva Hauptmann und Herrn Friedhelm Kuhfuß, durften wir in diesem Jahr für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ehren. Das ist umso bemerkenswerter, da sie dem 1958 gegründeten Verband nahezu seit Beginn an begleiten.

 

In diesem Jahr wurde der Vorstand des LiBK-Bayern e.V. neu gewählt. Tanja Kurtz ist neu  im Vorstand und zuständig für das Referat Fortbildungen, das Rechnungswesen bleibt in den bewährten Händen von Madeleine Momberg, der Mann für die Datenverwaltung war und ist Tilo Hartig, 

utschig

neu und zuständig für das Prüfungswesen ist Ariane Thurau als Nachfolgerin für Romana Utschigdie über viele Jahre dieses Amt vorbildlich geleitet und inhaltlich geprägt hat. Unseren Methodiktreff wird zukünftig Tobias Bickel organisieren und in das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden wurde Natascha Krause wieder gewählt.

 

Die Mitgliederversammlung wählte für das Thema des Berufsschulwettbewerbs 2016 mit überwältigender Mehrheit das Motto Rockabilly. Wir freuen uns jetzt schon auf die kreativen Arbeiten unserer Schüler.

Karin Barthuber